Maverick Engler – deutscher Nachwuchs-SUP-Racer

Wir wollen Euch den deutschen Nachwuchs-SUP-Racer Maverick Engler vorstellen. Der 17 jährige kommt aus Baden-Württemberg, sein Trainingsrevier ist der Neckar in Marbach oder beim Wassersportverein Pleidelsheim. Er ist im Team vom Kona Racing Team und wir konnten Maverick während einer Trainingswoche im Headquarter von Kona Sports in Motala, Schweden interviewen. 

 

SUPscout: Seit wann stehst du auf einem SUP Board und seit wann fährst Du Rennen?

Maverick: Zum ersten mal ausprobiert haben SUP meine Eltern im Frühjahr 2012. Ich selbst stand im Sommer des Jahres zum ersten Mal auf einem Board, zumindest probierte ich es 🙂
Die Wettkampfteilnahme folgte sehr schnell auf das entdecken des Sportes. Mein erstes Rennen war das Kids Race im Rahmen des Lost Mills 2013. Zwar war das Rennen noch von vielen Problemen und Fehlern geprägt, aber trotzdem steh ich heute noch auf meinem Board und fahre Rennen.

Welche Rennen bist du schon gefahren?

M: Ich habe bereits an vielen Rennen teilgenommen. Die größten davon waren wahrscheinlich das Lost Mills, das Battle of the Coast, aber auch viele verschiedene Eurotour Rennen wie das in Namur. Früher habe ich auch viele Rennen der NP-Trophy mitgemacht und nun auch die SUP Alps Trophy und die SUP Tour Schweiz. Natürlich dürfen die Landesmeisterschaften in jedem Jahr nicht fehlen.

Was war bisher dein größter Erfolg?

M: Ich denke der Gewinn der Baden-Württembergischen Meisterschaft letztes Jahr bei den Herren ist im Erwachsenenbereich mein größter Erfolg. Sonst natürlich die zahlreichen Deutschen Meistertitel in den verschiedenen Jugendrennen wie dieses Jahr im Sprint.

Wie müssen wir uns die Vorbereitung auf Rennen vorstellen? Wie oft trainierst Du? Wie trainierst Du im Winter?

M: Normalerweise richtet sich mein Traingsplan so aus, dass ich optimal auf die wichtigen Rennen im Jahr vorbereitet werde. Da hilft mir Magnus Lindstedt sehr. Normalerweise wird ein wichtiges Rennwochenende vorger simuliert, das heißt ich fahre die jeweiligen Disziplinen im gleichen Zeitplan und in einem möglichst gleichen Kurs, wie beim Rennen ab. Wenn aber mal kein Rennen anstehst dann sieht mein Training sehr abwechslungsreich aus. Im Sommer bin ich meistens 6x die Woche auf dem Wasser und kann dann einen ruhe Tag genießen. Neben dem Training auf dem Wasser kommt dann natürlich auch noch Krafttraining, Laufen oder Radfahren hinzu. Im Winter werden die Tage auf dem Wasser etwas reduziert und dafür die Tage im Fitnessstudio erhöht und der Radindoortrainer wird intensiver genutzt. 

Training und die Vorbereitung auf die Rennen benötigen ja Zeit. Ist das nicht stressig mit Schule, anderen Hobbies und Freunden?

M: Es ist natürlich oft schwierig alles unter einen Hut zu bekommen. Gerade jetzt wo ich in meinem letzten Jahr am Gymansium bin und die Vorbereitungen auf das Abitur laufen. Glücklicherweise hat es bisher eigentlich immer gut funktioniert und meine Schule hat mir auch schon das ein oder andere mal aufgrund eines Wettkampfes frei gegeben. Trotzdem ist es gerade in der Klausurenphase sehr stressig Training und Schule zusammen zu bewältigen. Was Freunde angeht so ist es eigentlich ganz gut, da wir alle grundsätzlich viel zu tun haben treffen wir uns regelmäßig um dann wirklich tolles miteinander zu machen. Daher ist es auch nicht schwer mal einen Abend frei zu haben und was mit den Kumpels zu machen.

Du bist Mitglied des Kona Racing Teams und gerade in Schweden bei Kona Sports in Motala zum Training mit Magnus Lindstedt. Was ist das Besondere an Kona?

M: Kona ist sehr speziell auf eine gute Weise. Hier versucht man nicht immer den Mainstream weg zu gehen und einfach die Anderen zu kopieren, so wie es andere Hersteller machen. Kona versucht durch Innovation und neue, manchmal verrückte Ideen, das Stand Up Paddling für den Konsumenten zu erleichtern. Das zeigt nicht zuletzt die grundsätzlich sehr wissenschaftliche Herangehensweise und das witklich lange und ausgiebige Testen der eigenen Produkte. Aber auch neue Erfindungen wie das Indoor-SUP sind ein Beweis für den Unterschied zu anderen Herstellern. Was mir persönlich als Teamfahrer des Kona Race Teams sehr gut gefällt ist der Fokus auf die Abstimmung zwischen dem menschlichen und der Leistung. Man versucht hier nicht nur den nächsten Topathleten zu entwickeln, sondern man will die Fahrer auch auf das Leben vorbereiten und mit ihnen Erfahrungen teilen.

Was sind Deine Ziele für die Saison 2023? In welchen Rennserien werden wir Dich sehen??

M: Noch ist offen wo genau ich nächste Saison an den Start gehen werde. Natürlich werden die Deutsche und die Baden-Württembergische Meisterschaft auf dem Plan stehen. Auch die WM Teilnahme soll nun endlich einmal glücken. Sonst werde ich wahrscheinlich an manchen Eurotour Events und SUP Alps Trophy Events an den Start gehen. Solange aber noch nicht alle Termine raus sind kann ich noch keinen Racekalender anlegen.

Vielen herzlichen Dank, dass Du uns für das Interview zur Verfügung gestanden bist. Wir wünschen Dir eine erfolgreiche Saison 2023.

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