SUP mit Kindern: Tipps für Sicherheit beim SUPen mit Kindern

Ihr habt Lust bekommen, endlich mit Kindern Stand up Paddling auszuprobieren? Wir haben Euch in unserem letzten Beitrag ja schon geschrieben, warum Ihr es unbedingt ausprobieren solltet. Uns von SUPscout und SUP and family ist es sehr wichtig, dass Ihr als Familie sicher SUPt. Deswegen informieren wir Euch in diesem Beitrag zusammen mit Guido von Bavarian Waters noch einmal ganz gezielt darüber, was Ihr für ein sicheres SUP-Erlebnis mit Kindern beachten solltet:

SUP mit Kindern – Variante 1: Wenn ein Kind mitfährt

Solltet Ihr zunächst gemeinsam ausprobieren wollen, ob Stand up Paddling Euch Spaß macht, dann kann das Kind auch bei Euch auf dem Board mitfahren. Dazu solltet Ihr sicher mit dem SUP-Board umgehen können. Könnt Ihr bremsen und das Board in die gewünschte Richtung drehen? Könnt Ihr sicher geradeaus fahren und gelingt Euch der Paddelwechsel sicher? Nur wenn Ihr selbst sicher im Umgang mit dem SUP-Board seid, solltet Ihr einen Mitfahrer mit „an Board“ nehmen. Und nur dann könnt Ihr Sicherheit vermitteln.

  • Startet kniend mit dem Mitfahrer und bekommt ein Gefühl für das SUP-Board. Mit einer zweiten Person auf dem Board ist es meist noch ein bisschen wackeliger.
  • Das Kind sollte keine Angst bekommen, wenn es mit dem Kopf einmal unter Wasser geraten sollte. Es kann immer vorkommen, dass Ihr unfreiwillig baden geht.
  • Sagt Eurem Kind, wie wichtig es ist, dass es ruhig sitzen bleibt und findet gemeinsam den besten Stand- oder Sitzpunkt auf dem Board. Steht erst auf, wenn Ihr schon im tiefen Wasser seid (Finne)! Paddelt nicht stehend auf dem SUP im flachen Wasser! Sturzgefahr!
  • Nichtschwimmer sollten im offenen Gewässer immer eine Rettungsweste tragen. Diese unterscheidet sich von Schwimmwesten dadurch, dass sie einen Kragen hat, der den Kopf über Wasser hält, wenn das Kind ins Wasser fällt.
  • Wie gut könnt Ihr selbst schwimmen? Seid Euch bewusst, dass Ihr das Kind mit dem Ihr paddelt notfalls auch aus dem Wasser auf das Board holen müsst.
  • Achtet auf angemessenen Kälte- und/ oder Sonnenschutz! Kinder kühlen schnell aus, wenn sie sich nicht bewegen!

 

SUP mit Kindern – Variante 2: Wenn das Kind selbst fährt

Wenn das Paddel-Kind schon ein sicherer Schwimmer ist, kann es auch selbst mit einem SUP-Board fahren. Jedes Kind, dass Stand up Paddeln möchte, sollte keine Angst vor Wasser haben und sich sicher im und unter Wasser bewegen können.

  • Kinder bis 12 Jahren sollten eine Schwimmweste tragen und auch alle Kinder, die Ihr zu einer SUP-Tour mitnehmen wollt (auch mit guten Schwimmkenntnissen). Schwimmflügel oder Schwimmreifen sind absolut nicht geeignet, da diese abrutschen können, wenn das Kind ins Wasser fällt. Und keine Sorge: Eine Schwimmweste schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein (wenn es die richtige ist). Es zeugt davon, dass Ihr verstanden habt, dass Stand up Paddeln ein Outdoor-Sport ist, der mit Risiken verbunden sein kann.
  • Wie auch bei den Erwachsenen sollten Kinder die gängigen Paddeltechniken beherrschen, wenn sie alleine auf einem SUP-Board stehen. Aber warum? Learning by doing reicht doch hier auch aus? Die meisten Kinder sind vom SUP leicht zu begeistern und paddeln schnell drauf los. Damit aber nicht nach einigen Metern panisch zurückgeblickt wird, weil das Kind nicht weiß, wie es wenden kann, sind die Basic-Schläge zu erklären. Zeigt dem Kind wie es geradeaus fährt, wie es bremsen und wenden kann.
  • Eine Leash empfiehlt sich, wenn Ihr mit Kindern eine Tour plant oder die Kinder über offenes Gewässer paddeln wollen. Die Leash ist eine Art Leine, die Euch mit dem Board verbindet und dafür sorgt, dass Ihr oder das Kind das Board immer wieder erreichen könnt, wenn Ihr vom Board fallt.
  • Ein Kind fährt mit kindgerechtem Material deutlich sicherer als mit SUP-Material für Erwachsene. Kids-Boards sind besser manövrierbar und damit beherrschbar. Ein Paddel in Kindergröße ist natürlich auch leichter zu handeln. Achtet darauf, möglichst kurze Boards zu nutzen, da Kinder diese besser manövrieren können. Mit einem Race-Board haben Kinder keine Chance bei aufkommendem Wind das SUP-Board zu drehen.

 

SUP mit Kindern – Variante 3: Zwei Kids – ein Board

Wenn die Kinder richtig gut mit dem SUP-Board umgehen können, präsentieren sie gerne Ihr Können Ihren Freunden und nehmen auch selbst gern mal jemanden mit. Folgende Tipps geben wir Euch dafür mit:

  • Die Kinder müssen gute Schwimmer sein und über gute SUP-Paddelkenntnisse verfügen. Sie verhalten sich auch gemeinsam verantwortungsbewusst.
  • 2 Kinder – 1 Paddel! Damit es nicht zu Verletzungen kommt, bekommt nur ein Kind ein Paddel, das auf die Größe des Kindes einstellbar ist.
  • Es herrschen beste Paddelbedingungen: Kein Wind, der das Board abtreiben kann. Ein ruhiges Gewässer ohne Schwimmer.
  • Die Kinder tragen Schwimmwesten und sind in Sichtweite.
  • Das SUP-Board ist keine Sprungplattform! Erklärt den Kindern, dass es sehr gefährlich sein kann, wenn man vom Board springt. Das SUP-Board schwimmt mit großer Wucht davon und der Sprung geht meist unkontrolliert irgendwo hin.

Im Wassersport könnt Ihr Euch und Eure Kinder sowohl aktiv als auch passiv vor Unfällen schützen. Aktiv schützt Ihr Euch durch Eure Fähigkeiten und Kenntnisse. Passiv durch das richtige Equipment. Das heißt: Das beste Equipment hilft Euch nichts, wenn Ihr nicht die notwendigen Kenntnisse habt, um es zu bedienen. Aber selbst der beste Paddler kann in Not geraten und dann wiederum hilft es gut ausgestattet zu sein.

Wenn Ihr diese Tipps und die Tipps und Tricks aus dem letzten Artikel beachtet, dann seid Ihr wirklich gut gerüstet für SUP mit Kids. Und nachdem nun auch endlich auch der Sommer Einzug gehalten hat, wünschen wir Euch viel Spaß auf dem Wasser mit Euren Kindern! Im nächsten Artikel widmen wir uns übrigens dem Thema „SUP Touren mit Kindern“.

 

Comments (2)

  • Pauline Reply

    Hallo Antonia 😊 Das ist ein sehr interessanter und auch wichtiger Artikel! Die Sicherheit sollte da sein, damit die ganze Familie Spaß hat. An die Idee, dass zwei Kinder auf ein Board gehen, hatte ich bis jetzt noch gar nicht gedacht. Vielen Dank für die wertvollen Tipps! 🙂

    28. Januar 2021 at 10:02
    • Antonia - SUP and family
      Antonia - SUP and family Reply

      Aloha Pauline, vielen Dank! Ja, es ist uns ein großes Anliegen, dass jeder, der mit Kids aufs Wasser geht, weiß wie es sicher gehen kann. Viele Grüße und viel Spaß beim Paddeln!

      5. Februar 2021 at 14:17

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