Iller

Unterwegs auf dem Unterlauf der Iller

Heute geht es mit dem SUP auf die Iller. Die Iller durchfließt von ihrem Ursprung bei Obersdorf das schöne Allgäu, bevor sie bei Ulm in die Donau mündet. Die Iller wird stark zur Energiegewinnung genutzt, dadurch entstehen hier zwischen den durch Sperrbauwerke getrennten Flussabschnitten auch seenähnliche Bereiche.

SUP Start in Altusried

Im unteren Illertal bei Altusried lag mein Startpunkt ca. 200 m oberhalb der Illerstufe 4 (Kraftwerk Altusried / Wasserai). Im Oberwasserbereich befindet sich gut sichtbar eine Fischtreppe, neben der es einen flachen, steinigen Einstieg gibt.

Hier gibt es bei normalem Abfluss so gut wie keine Oberflächenströmung, die Iller kann hier stromaufwärts wie ein See befahren werden. Nach ca. 1 km erreicht man Prallhänge mit einer kleinen Nagelfluhwand, dies ist zwar bei weitem nicht so spektakulär wie am Illerdurchbruch (siehe Ludwigs Tour: von der Fluhmühle zur Haldenmühle) aber hier sollte man trotzdem mal innehalten, es lohnt sich allemal.

Abwechslungsreicher Uferbereich

Im weiteren Verlauf flussaufwärts gibt es schilfdurchsetzte Flachwasserbereiche und bewaldete, überwiegend steile Uferbereiche mit Treibgut, der Hauptstrom ist jedoch immer tief genug. Ich wurde von sehr vielen Schwänen begleitet, fast könnte man hier vergessen, sich auf einem ausgebauten Fluss zu befinden.

Nach ca. 3 km ändert sich das Erscheinungsbild deutlich, man verlässt den schmalen, bewaldeten Schluchtbereich. Die nächsten 3 km sind durch Hochwasserdämme gesäumt, das Flussbett ist hier bis zum Gewerbegebiet Krugzell kanalisiert – aber deswegen auch nicht langweilig, die Fließgeschwindigkeit nimmt hier zu, man merkt inzwischen deutlich, dass man auf einem Fließgewässer unterwegs ist.

Entspannt mit der Strömung zurück

Ab der spitzen Kehre neben der Staatsstraße wurde es richtig sportlich, so dass nach einer weiteren Kehre (Höhe Floßlände Krugzell, kurz vor der kleinen Stromschnelle) kein Vorwärtskommen mehr möglich war. Also kehrte ich um, um mich erst mal entspannt mit der Strömung zurücktreiben zu lassen und um wieder zum Ausgangspunkt zu paddeln.

Streckenverlauf

Fakten

  • Streckenlänge & Dauer

    Ca. 12,5 km & 3,5-4 Stunden. Die Dauer variiert je nach Strömung.

  • Ein- & Ausstiegsstelle

    Kraftwerk Altusried.  Hier gibt es einen kleinen kostenlosen Parkplatz, ca. 120 m vom Einstieg entfernt. Der Zugang erfolgt hier über einen Weg (teils asphaltiert, teils Schotter) bis zum Wasser hinunter.

  • Wind & Wetter

    Die Windverhältnisse sind aufgrund der Einschnittslage und der Kehren berechenbar. Wegen der Sedimentführung ist die Wasserfarbe grünbraun bis bräunlich, ein Blick in die Tiefe nicht möglich. Auf der flachen Innenseite in Kehren kann sich Treibgut sammeln.

  • Hinweis

    Der Kraftwerksbereich sollte großzügig gemieden werden, bei höheren Abflüssen (Pegel des HND Bayern beachten) kann auch ca. 300 m weiter oben eingestiegen werden, hier gibt es einen kleinen Parkplatz eines Fischervereines. Spätestens bei der Rückfahrt stromabwärts wird einem dort die Hinweistafel auffallen, dass Boote hier nicht weiterfahren sollen – da es sich hier meines Erachtens nach um kein Verbot, sondern einen Hinweis handelt, die Staustufe eine ausgewiesene Umtragemöglichkeit aufweist und Anglerboote ebenfalls nahe dem Einstiegspunkt lagen, habe ich mich dort für eine Weiterfahrt zum Ausgangspunkt entschieden (ansonsten könnte man hier auch aussteigen und über einen Feldweg zum Parkplatz zurücklaufen). Da die Kraftwerke im Schwallbetrieb laufen können, sollte man auf Schwall und Sunk gefasst sein. Ansonsten sind die üblichen Sicherheitsvorkehrungen für Fließgewässer zu beachten.

    Nach meinen Recherchen gibt es ganzjährig kein Befahrungsverbot, die Ufer- und Schilfbereiche sind überwiegend als Biotope ausgewiesen und sollten deswegen freiwillig nicht betreten oder befahren werden.

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