SUP Tour auf dem Sylvensteinsee mit Abstecher ins Isardelta und die Walchenklamm

Unterwegs in Boarisch’ Kanada

Noch so ein SUPer Spot in Bayern: der Sylvensteinsee. Er liegt im Isarwinkel am Rande des Karwendelgebirges, nahe der deutsch-österreichischen Landesgrenze und ist z.B. von München oder Innsbruck aus gut zu erreichen. Der See besteht aus drei Speicherbecken (Dürachbecken, Walchenarm und Isararm) in die auch die drei Flüsse mit entsprechendem Namen zufließen. Der See hat übrigens eine interessante Geschichte, dazu und zum verschwundenen Dorf (Alt-)Fall gibt es im Internet einiges zu finden…

Von Fall ins Isardelta

Vom Einstieg an der Wasserwachtshütte bei Fall ging es Richtung Südwesten (links) am Ufer entlang in das Isardelta. Hier mäandert die Isar, bildet zahlreiche kleine Fließe und Kiesbänke und gibt einen kleinen Einblick in die sehr schöne Wildflusslandschaft. Bei entsprechenden Bedingungen kann hier ein Stück die Isar hinauf gepaddelt werden, bis die Wassertiefe oder die Strömung zum Umkehren zwingen.

Vorbei am Sylvenstein zum Walchenbecken

Zurück im Seebereich geht es entlang der Falkenbergwand unter der Faller-Klamm-Brücke hindurch (hier befindet sich übrigens unter Wasser der namensgebende Felsen „Sylvenstein“ sowie die Überreste des alten Dorfes „Fall“) weiter Richtung Staumauer. Dessen Absperrung links liegen lassend geht es dann in das Walchenbecken.

Vorbei am Wasserfall des Brandgrabens wird der hier von Bäumen umgebene See am Ende des Beckens immer schmäler und geht in die Walchen über. Hier befindet sich quer über den Fluss ein Hindernis aus zusammengebundenen Baumstämmen, das den Speichersee vor Treibgut schützen soll – dieses kann an der Außenseite der Flussbiegung einfach umtragen werden.

Highlight Walchenklamm

Kurz darauf fängt die Walchenklamm an, die ein absolutes Highlight der Tour darstellt. Paddeln in einer engen, verwinkelten Felsschlucht – ziemlich ruhiges, klares Wasser, etwas dunkel, etwas mystisch – genial.

Bei entsprechenden Wasserständen ist das Wasser überwiegend tief und bis zu einem kleinen Absturz recht gutmütig, die Klamm wird jedoch recht schmal (mit einem 14er Carbon-SUP wird man hier nur wenig Freude haben…). Vor dem Absturz habe ich gewendet und es ging zurück in den Seebereich.

Am Südufer zurück

Der Rückweg fand am Südufer statt, wobei ich im Dürachbecken wegen eines plötzlichen Platzregens etwas abgekürzt habe – bei schönem Wetter wird man mit einem herrlichen Ausblick auf die Berge des Karwendels belohnt. Von hier aus durchfährt man die Faller-Klamm-Brücke erneut und es geht am flachen Ufer nahe Fall wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Auch für SUP Touren Anfänger geeignet

Aufgrund des fjordartigen Aufbaus finde ich persönlich, dass sich der See auch gut für Toureneinsteiger eignet, da die Touren abgekürzt werden können und sich Wind und Wellen durch die relativ geschützte Lage und die geringe Breite nicht so stark wie auf manch anderen Seen auswirken. Die sehr schnell wechselnden Wetterbedingungen sollten jedoch nicht unterschätzt werden (Wetterbericht beachten).

Streckenverlauf

Fakten

  • Streckenlänge & Dauer

    Hier ca. 19 km, dabei knapp 1 km die Isar und ca. 650 m die Walchen und Walchenklamm (ab Sperre) hinauf – diese Tour kann durch die Aufteilung des Sees in drei Becken jedoch sehr einfach auch gekürzt werden, inwieweit die Isar bzw. die Walchenklamm befahrbar sind, hängt von den Wasserständen und der Ausrüstung ab. Dauer ca. 4-4,5 Std.

  • Hinweis

    Der Abfluss über die Kraftwerke ist durch eine Balkensperre großzügig gesichert.

    Die Wasserqualität ist gut, die meist mehrere Meter tiefe Sicht kann durch Einschwemmungen der Isar getrübt sein. Im Hochsommer steigen die Wassertemperaturen bis auf etwa 18 bis 22 Grad an, aufgrund des starken Wasseraustausches gehört er aber zu den eher kühleren Seen. Der See ist nach kalten Wintern meist länger eisbedeckt, eine mögliche Alternative könnte hier dann spontan ggf. der nahegelegene Achensee oder der Walchensee bieten.

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