Grüne Oase mit bezauberndem Ambiente und tollen Cafés
Das man in den Niederlanden wunderbar SUP fahren kann, ist ja mittlerweile bekannt. Viele der größeren und auch kleineren Städte sind durchzogen von Kanälen, die Grachten genannt werden.
Dieses Mal machten wir uns mit unseren SUPs auf den Weg in die viertgrößte Stadt der Niederlande, nach Utrecht. Unsere Route führte uns dabei nicht nur an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei, sondern auch mitten durch die Fußgängerzone. Hier zeigt sich auch zurecht, dass Utrecht nicht nur geografisch, sondern auch von der Stimmung her das Herz Hollands genannt wird. Im Zentrum der verkehrsberuhigten Innenstadt steht der Dom, der aufgrund seiner Größe immer sichtbar ist und somit als guter Orientierungspunkt dient.
Die idyllischen Grachten der Innenstadt, werden von Straßen mit alten Grachtenhäusern und alten Bäumen gesäumt. Auf unserer Tour durch Utrecht begegneten wir einer beeindruckenden Szenerie, die man in Deutschland so wohl nicht findet. Vorbei an kleinen Booten und kleinen Cafés, kann man auf dem Wasser eine komplette Sightseeing-Tour quer durch die Stadt machen.
Viele würden bei der Beschreibung direkt an Amsterdam denken, jedoch
sind in Utrecht deutlich weniger Touristen unterwegs, so dass man sogar in der Innenstadt, eine angenehme, entspannte Atmosphäre hat. Wie in anderen niederländischen Städten gibt es auch hier Cafés, die man einfach vom Wasser aus erreichen kann. Also auch ein perfekter Ort für eine kleine Pause.
Utrecht hat einzigartige Wahrzeichen, wie das älteste Gefängnis und der höchste Kirchturm der Niederlande. Und das sind nur zwei der Wahrzeichen, die man vom Wasser aus sehen kann.
Das Umland ist - genauso wie die Stadt - durchzogen mit Kanälen, die einen quer durch eine wunderschöne Landschaft führt. Das Paddeln ist zu jeder Jahresszeit möglich – ideal, um Paddeln und die Natur zu genießen. Der Vorteil im Gegensatz zu den anderen Revieren in Holland (wie zum Beispiel den Maasdünen oder im Friesland): Es fahren hier weniger Boote, so dass man mit ein wenig Glück sogar auf der gesamten Tour ungestört bleibt.
Nun aber zu unserer Tour:
Es gibt in Utrecht viele Möglichkeiten, aufs Wasser zu gelangen. Wir haben uns im Vorfeld für die Möglichkeit einer Schleife des „Kromme Rijn“ entschieden. Über den Ring Utrecht liegt dieses Gebiet mit vielen Sportanlagen verkehrstechnisch ideal für Anreisen mit dem Auto. Ausreichend Parkmöglichkeiten in Wassernähe sind vorhanden. Aber beachtet bitte, dass am Wochenende durch die vielen Sportveranstaltungen (schön in Holland – alle Sportarten nebeneinander) die Parkplätze knapp werden könnten. Ich empfehle hier, frühzeitig einen freien Parkplatz zu nehmen und die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Es ist nicht wirklich weit und man kommt an viele Stellen ganz entspannt, meistens über Rasenflächen und eine 40-50cm-Kante ins Wasser. Das schaffen definitiv auch Anfänger!
Wenn dann alle Boards aufgepumpt, alle Gegenstände in wasserdichte Säcke verpackt und alle startklar sind, geht es endlich aufs Wasser Richtung Altstadt.
Auf dem Weg dorthin glitten wir entspannt am sehr beeindruckenden Campus von Utrecht sowie dem „Krommerijnpark“ und dem „Park Rond Prinsenbrug“ vorbei. Die abwechslungsreiche Architektur – die Holländer schaffen es beeindruckend, Alt mit Neu zu kombinieren – macht diesen Streckenabschnitt besonders schön. Auf dem Wasser waren zu dem Zeitpunkt nur einige Kajakfahrer unterwegs, so dass man hier, sehr entspannt unterwegs war.
Auf Höhe des „Ledig Erf“ kommt man hinter der Brücke auf die „Stadsbuitenfracht“, hier geht es in drei Richtungen weiter. Wir haben im Vorfeld unsere Tour geplant und fuhren direkt, in einer kleinen links-rechts Kombination in die „Oudegracht“ rein.
Hier erwartete uns eine faszinierende Atmosphäre. Begrüßt wurden wir von wundschönen kleinen Häusern, die idyllisch mit Blumen und Deko angelegt waren. Eigentlich war der gesamte Bereich der „Oudegracht“ idyllisch. Nach dem wir den Einfahrtsbereich hinter uns haben, zeigte sich das Gebiet, wo früher die Boote die Ware für die Händler anlieferten. In den zur linken und rechten Seite angrenzenden Bereiche waren in den alten Lagerschuppen Cafe´s, Restaurants, kleine Geschäfte und Agenturen untergebracht. Überall konnten wir mit den SUPs anlegen. Meistens haben wir die Boards aufs Ufer gelegt, damit wir die kleinen Ausflugs- und Mietboote nicht behinderten. Mit den Booten lief sehr harmonisch, denn man traf sich öfters, winkte und machte sogar Fotos zusammen.
Wer nun in die normale Fußgängerzone wollte, musste einfach nur ein paar Stufen hochgehen. Hier war natürlich der normale Touristen-Traffic. Nachdem wir unsere Getränke aufgefüllt hatten, sind wir wieder aufs Wasser und haben uns entspannt das Ganze vom Wasser aus angeschaut.
Parallel zur Fußgängerzone fanden wir am Ufer der Gracht ein kleines Grillrestaurant, dass mit seinem Erscheinungsbild zum Essen einlud und das wir vom Wasser anfahren konnten.
Später konnten wir noch das Rathaus von Utrecht und ein Architekturzentrum ebenfalls von Wasser aus entdecken. Für Kunstliebhaber gibt es in Utrecht eine beeindruckende Kunstgalerie.
Der Anblick der überall vorhandenen alten Gebäude war sehr beeindruckend und unsere Tagestour fühlte sich an wie ein Tag Urlaub.
Für den Hunger zwischendurch entdeckten wir ein kleines Pfannkuchenhaus. Die verschiedenen Gebäude und die Brücken, die sich über die Strecke verteilten ließen das Gefühl aufkommen, man sei in Amsterdam.
Wir entdeckten immer neue Sachen, die wir bestaunen konnten und wussten gar nicht wo wir zuerst hingucken sollten.
Am Ende der „Oudegracht“, wo viele Agenturen am Wasser angesiedelt sind, bogen wir links ab…
…und sahen, dass dies eine Sackgasse war, drehten wieder um, ließen die „Oudegracht“ rechts liegen und fuhren geradeaus weiter um die Altstadt herum. Unser Weg führte uns an wunderschönen Häuser und einem fast durchgehenden Grüngürtel vorbei. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Zwei Highlights gab es auf diesem Abschnitt. Zum einen kamen wir an Hollands ältesten Gefängnis vorbei, welches jetzt zu einem Escape Room umfunktioniert wurde. Zum anderen beeindruckte uns das Municipal Theater Utrecht mit seiner unglaublichen Glasfront.
Auch das Umfahren des Sonnenborgh Museum, welches eine Entdeckungsreise der Meteorologie, Astronomie und der Geschichte der Bastion Sonnenborgh bietet, macht neugierig.
Am Ende des Rundkurses kamen wir wieder im Bereich „Ledig Erf“ aus. Hier fuhren wir geradeaus weiter, um uns die andere „Sackgasse“ anzuschauen. Hier gab es sehr viel Grün und wieder wunderschöne alte Häuser. Der Grüngürtel „Sterrenburg“ lädt definitiv zum Verweilen ein.
Zwischendurch erblickten wir immer wieder die Schönheit der Natur, durch Parks und Bäume, die sich am Ufer in die Luft erstreckten.
Da wir irgendwie noch nicht nach Hause wollten und so begeistert vom Innenstadtbereich waren, bogen wir auf dem Rückweg nochmal in die „Oudegracht“ ein und fuhren erneut den ersten Teil ab. Einfach schön! Wenn ihr auch mal hier seid – nehmt euch viel Zeit zum chillen mit!
Am Ende ging es dann wieder über den „Kromme Rijn“ zum Ausgangspunkt zurück. Insgesamt waren wir entspannte 7km unterwegs und sind von der Stadt sehr begeistert. Abschließend können wir sagen, dass Utrecht definitiv eine Reise wert ist.
Fazit
Wer beim SUP'en eine wunderschöne Aussicht und eine tolle Atmosphäre genießen möchte ist in Utrecht optimal aufgehoben!
Hier gibt es ein Video zur Tour.
Hinweise & Tipps: Hinweise & Tipps: Alle Hinweise und Tipps findest Du auf PADDELN-MACHT-SPASS.DE
Info zu Transfer zwischen Start- und Endpunkt: Wir hatten nur einen Start-/Zielpunkt, so dass kein Transfer erforderlich war!
Pausenmöglichkeiten: Bei der von uns gepaddelten Route hast Du viele, oben im Text beschriebene Pausenmöglichkeiten. Wir empfehlen hierbei zumindest Neopren-Schuhe, wenn Ihr in die Fußgängerzone wollt. Barfuss durch Kaugummi und Kippen macht nicht wirklich Spass ;-)
Gefahren: Schiffsverkehr
Eigenschaften: Kanal, Park, Sightseeing, Stadt
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