SUPscout unterwegs – Montenegro mit dem Camper & SUP

SUP in dramatischer Kulisse – Adria, Fjorde und Hochgebirge

Unterwegs zwischen Adria, Hochgebirge und wilden Seen – unsere Reise im September 2025

Der September 2025 war für uns der perfekte Monat, um Montenegro mit dem Camper zu entdecken: spätsommerliche Temperaturen, weniger Trubel als in der Hochsaison und dennoch lange Tage für Abenteuer auf dem Wasser und in den Bergen. Mit unserem Camper und den SUP-Boards an Bord machten wir uns auf den Weg Richtung Südosten – eine Reise, die uns durch Kroatien und Bosnien-Herzegowina bis tief hinein in die abwechslungsreiche Natur Montenegros im grünen Herzen des Balkans führte.

Dieser Reisebericht ist Teil 1 unserer Montenegro-Tour und endet im Gewitter.

Anreise über Kroatien & Bosnien-Herzegowina

Die Anreise selbst war bereits ein echtes Reiseerlebnis. Über Österreich, Slowenien und Kroatien ging es südwärts, bevor wir Bosnien-Herzegowina erreichten. Mostar mit seiner berühmten Brücke Stari Most, dem orientalisch geprägten Altstadtflair und der spürbaren Geschichte, die in jeder Gasse steckt, haben wir dieses Jahr ausgelassen. Dafür haben wir uns nach über 10 Jahren wieder die Buna-Quelle in Blagaj mit seinem Derwisch-Kloster angeschaut. Es ist immer wieder faszinierend, wie hier ein ganzer Fluss aus einer Höhle hervorbricht und direkt daneben das alte Kloster.

Weiter südlich-östlich legten wir noch einen kurzen Stopp in Trebinje ein – eine entspannte Stadt mit mediterranem Einschlag, schattigen Plätzen und einer angenehmen Ruhe, die perfekt war, um vor der Weiterfahrt nach Montenegro noch einmal durchzuatmen und die Vorräte aufzufüllen.

Lustica-Halbinsel – Ankommen an der Adria

Unser erstes Ziel in Montenegro war die Lustica-Halbinsel bei Tivat. Hier trafen wir zum ersten Mal auf die montenegrinische Adria: glasklares Wasser, kleine Buchten und ein angenehm ursprünglicher Charakter abseits der großen Touristenströme.

Wir hatten in München auf der Messe Free einen Aufenthalt im Klinci Eco Village (http://www.klincivillageresort.me/) gewonnen und so konnten wir das besondere Flair der Lustica Halbinsel noch intensiver genießen. Klinci Eco Village liegt hoch oben am Hang inmitten von Olivenbäumen mit einem weiten Blick über die Adria und die Einfahrt in die Fjorde von Tivat und Kotor. Das Village besteht aus alten Bauernhäusern, die liebevoll restauriert wurden. Es gibt zwei Pools und in der alten Mühle ist ein kleines Restaurant untergebracht, das lokale Gerichte anbietet. Das Frühstücksbuffet bietet viele selbst produzierte Produkte.

Vom Klinci Eco Village empfiehlt sich ein Ausflug runter an den kleinen Hafenort Rose. Hier findet man nicht nur den pittoresken Ort, sondern auch Reste aus der Zeit des Jugoslawischen Sozialismus: an der Küstenlinie sind mehrere U-Boot Bunker, die teilweise zugänglich sind. Eigentlich ideal zum SUPen. Da in den Tagen unseres Besuchs leider starker Wind, hohe Wellen waren und über den Küstengebirge Gewitter standen, mussten die SUP im Kastenwagen bleibe.

Kotor & Lovćen-Nationalpark – vom Meer in die Berge

Von der Küste ging es weiter nach Kotor, wo wir die spektakuläre Bucht bereits aus vielen Bildern kannten – live ist sie allerdings noch beeindruckender. Tipp: Kotor in den frühen Morgenstunden besuchen. Dann sind die Tagestouristen noch nicht da und die Kreuzfahrtschiffe haben ihre Passagiere auch noch nicht von Bord gelassen.

Direkt hinter Kotor beginnt der steile Anstieg über unzählige Serpentinen auf enger Straße hoch in den Lovćen-Nationalpark. Tipp: fahrt sehr defensiv, vorrausschauend und ihr solltet definitiv die Maße eures Autos blind kennen. Die Fahrweise der Montenegriner ist ambitioniert.

Die Serpentinenstraße mit ihren unzähligen Kehren bot atemberaubende Ausblicke auf die Bucht von Kotor. Mit jedem Höhenmeter wurde die Luft frischer und die Landschaft alpiner. Oben angekommen erwarteten uns weite Hochflächen, schroffe Felsen und eine ganz eigene, raue Schönheit.

Durch die Bergwelt nach Nikšić

Über kleine, teils schmale Straßen setzten wir unsere Reise durch die montenegrinische Bergwelt fort. Kaum Verkehr, weite Landschaften und immer wieder überraschende Ausblicke machten diese Etappe zu einer der intensivsten Camper-Erfahrungen der gesamten Reise.

Schließlich erreichten wir Nikšić, die zweitgrößte Stadt des Landes, die für uns vor allem als Ausgangspunkt für Natur- und SUP-Abenteuer diente.

SUP auf dem Slansko Jezero

auf dem Slansko Jezero

Ein echtes Highlight war unsere SUP-Tour auf dem künstlichen Slansko Jezero. Der weitläufige See, umgeben von sanften Hügeln und Bergen, wirkte fast surreal ruhig. Besonders beeindruckend war die Weite des Gewässers – perfekt, um lange Strecken entspannt zu paddeln und die Landschaft vom Wasser aus zu genießen. Kleine Buchten und versunkene Häuser laden zum Entdecken ein.

Der September zeigte sich hier von seiner besten Seite: angenehme Temperaturen, vormittags kaum Wind und eine unglaubliche Stille, die nur vom Eintauchen der Paddel unterbrochen wurde.

Hier gehts zur ausführlichen Tourenbeschreibung: SUP-Tour auf dem Slansko Jezero

Bergwanderungen bei Vučje

In der Nähe von Nikšić, im Gebiet Vučje, unternahmen wir zwei wunderschöne Bergwanderungen. Dichte Wälder, klare Bergluft und immer wieder weite Ausblicke machten die Touren abwechslungsreich und erholsam zugleich. Hier schweift der Blick vom Durmitor Nationalpark im Osten bis zu den albanischen Alpen im Süden.

Die Region ist erstaunlich wenig besucht und genau das machte den besonderen Reiz aus. Wir begegneten kaum anderen Wanderern und konnten die Natur Montenegros in ihrer ursprünglichen Form erleben. Die Landschaft erinnert an Almwiesen. Kühe grasen, die Luft riecht nach Kräutern.

Übernachtet haben wir im Vucje Touristicki Centar (https://vucje.me/). Auch diese Übernachtung hatten wir auf der Messe Free in München gewonnen. Von der Inhaberin Andja wurden wir mit offenen Armen empfangen. Die landestypische Küche ist extrem lecker und sehr reichhaltig. Da hatten wir den richtigen Anreiz für zwei wunderschöne Bergwanderungen. Begleitet wurden wir auf den Touren von zwei der sehr lieben Hunden hier. Im Winter ist Vučje ein kleines Ski-Resort mit Lift und Pisten.

Plužine & der Piva-Stausee – SUP in dramatischer Kulisse

Weiter ging es nach Plužine zum Piva-Stausee – einem der landschaftlichen Höhepunkte der Reise. Der smaragdgrüne See, eingebettet zwischen steilen Felswänden, bot eine spektakuläre Kulisse für eine weitere SUP-Tour.

Das Paddeln auf dem Piva-Stausee fühlte sich fast fjordartig an. Die Dimensionen der Landschaft, das klare Wasser und die absolute Ruhe machten diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis und zu einem der schönsten SUP-Spots unserer gesamten Montenegro-Reise.

Unsere ausführliche Beschreibung unserer SUP-Tour auf dem Piva Stausee.

Durmitor-Nationalpark & Cverna Greda

Nach Plužine fuhren wir weiter hinauf in den Durmitor-Nationalpark – eine Hochgebirgslandschaft, die zu Recht zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Schroffe Gipfel, weite Hochflächen und eine alpine Atmosphäre bestimmten das Bild.

Die Straßen geht vom Stausee durch Tunnel und Serpentienen hoch in den Nationalpark. Ab Nationalparkgrenze entscheiden wir uns für den Nordteil der Durmitor-Ringstraße. Hier wird die Straße zudem eng und stellenweise sehr steil.

Unsere geplante Bergtour führte uns auf den Gipfel der Cverna Greda. Mit knapp 7 Stunden Gehzeit erwies sich die Tour als deutlich anstrengender und fordernder als erwartet. Steile Anstiege, technisches Gelände mit dichten Latschenfeldern, ein schmaler Pfad entlang einer über hundert Meter hohen Klippe und die Höhenmeter verlangten uns einiges ab – wurden aber mit grandiosen Ausblicken belohnt. Auf der Tour waren wir komplett allein unterwegs.

Wetterumschwung & Abbruch der Bergpläne

Leider zeigte sich das Wetter im Durmitor von seiner unberechenbaren Seite. Schwere Gewitter mit tropischen Regengüssen zogen auf und machten weitere Bergtouren zunehmend riskant. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns, die Berge früher als geplant zu verlassen.

Weiter mit Teil 2 (ab 01. Februar 2026 hier auf dem Blog):
>> Von der Hauptstadt Podgorica in den Amazonas Montenegros <<

Bleibt dran – Montenegro hat noch einiges mehr zu bieten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

weitere Blogbeiträge von SUPscout