Board Test – Apatcha 12.6 Sky Blue/Lime

Auch preiswerte Touren SUPs können nicht nur bunt, sondern vor allem auch richtig gut sein.

Shape und Maße

Der Apatcha 12‘6 Sky Blue/Lime kommt – ähnlich seinem großen Bruder von Indiana – im ganz klassischen Shape eines Tourenboards. Er liegt komplett flach im Wasser. Die spitze Nase ist – typisch für Boards von Indiana – auch oben und unten angeschrägt. 

Das Board ist 12‘6 (3,81 m) lang, 32“ (81,3 cm) breit und hat ein Volumen von 329 Litern. Es wiegt aufgepumpt inkl. Finne 10,1 kg.

Aufbauten

Das EVA Deckpad bedeckt 2/3 der Deckfläche. Das Singlelayer-Board wird durch einen breiten Mittelstreifen als zweite Lage effektiv versteift.

Im vorderen Drittel ist ein größeres Gepäcknetz. Ein zweites Gepäcknetz ist nicht vorhanden. Der D-Ring vorne am Board hat ein ¼“ Gewinde, das man für eine Action Cam zur Befestigung nutzen kann. Am Heck befindet sich der D-Ring für eine Leash. 

Der Finnenkasten ist beim Apatcha für das Steck-Finnen-System. 

Lieferumfang

Zum SUP gibt es nicht nur den Trolleybag mit Rollen und Tragesystem, sondern zusätzlich ein klassisches Reparaturset, eine Double Action Pump, eine Finne, ein 3-teiliges Paddel und eine gedruckte Gebrauchsanweisung. 

Die 8,5“ Hyperflow Polyamid Steckfinne ist von Andi Widmann zusammen mit dem Ingenieur Jan Pütz designt. Durch das Stecksystem von Indiana wird die Finne werkzeuglos montiert.

Eine Leash wird nicht mitgeliefert.

Fahrgefühl

Der Apatcha liegt relativ stabil im Wasser und gleitet richtig gut. 

Die Verstärkung durch den breiten Mittelstreifen macht sich bemerkbar: das Board schwingt nur wenig und biegt sich so gut wie nicht durch. Erst bei Paddlern über 90 kg ist ein sehr leichtes Durchbiegen zu erwarten.

Bei höheren Wellen von vorne kann es sein, dass die schnittige Nase kurz unter Wasser gedrückt wird. Dann sollte man einfach einen Schritt nach hinten treten und das Problem ist in dieser Situation gelöst. 

Fazit

Der Apatcha Touring ist ein preiswertes Touren SUP. Klar muss man an der Ausstattung Einsparungen – wie z.B. Singlelayer und nur ein Gepäcknetz – in Kauf nehmen. Dafür hat der Apatcha die Touren-SUP die Gene seines großen Bruders von Indiana geerbt: gute Gleiteigenschaften gepaart mit Stabilität. Auch für das vermeintlich einfachere Steckfinnensystem liefert Indiana dem Apatcha seine speziell designte Finne mit.

Der Apatcha Touring gehört auf Seen, langsame Flüsse oder auf ruhiges Meer. Hier kann er sein Potential voll entfalten.

Vom Apatcha gibt es noch folgende weiteren Modelle: ein 10’6 und 11’6 Allround SUP sowie ein 10’6 Hybrid mit Kajak/Sitz. Mehr findet ihr auf https://www.apatcha-sup.ch/de

Anmerkung:

Das mitgelieferte 3-teilige Paddel konnte uns leider nicht vollends überzeugen. Es reicht auf jeden Fall für die ersten SUP Touren. Allerdings ist es durch die Kombination von Fieberglas/Composite in den unteren 2/3 (Paddelblatt und Schaft) und Glasfaser-Carbon im oberen Drittel (Griff) nicht in der Waage. Hat man schon einmal ein austariertes Paddel in Händen gehabt, kann das als störend empfunden werden. Der Catch und Release, sowie die Führung vom Paddel im Wasser sind dagegen tadellos.

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