SUP Touren für und mit Kindern

Ihr habt die Freude am SUP auch bei Euren Kindern geweckt?! SUPer! Dann macht Euch bereit für das nächste Abenteuer: eine gemeinsame SUP-Tour. Wir zeigen Euch wie’s geht!

Für welche Familien SUP-Touren geeignet sind  

Eine Voraussetzung für das Paddeln mit Kindern sind die eigenen Fähigkeiten als Eltern. Solange ich nicht sicher auf dem Brett stehe, bin ich auch nicht in der Lage Sicherheit zu gewähren. Ein Kurs ist Neueinsteigern dringend anzuraten. (SUP Kurse, SUP Verleihe).

Sobald ihr als Erwachsener in der der Lage seid, sicher und kontrolliert zu paddeln, dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Ihr Euch Gedanken über Mitpaddler machen könnt. Denn sollte der kleinere Fahrgast oder Mitfahrer Unterstützung benötigen, müsst Ihr in der Lage sein, schnell und sicher eingreifen zu können. Sei es bei einer Kenterung, wenn die Kraft nachlässt oder der Hilfe bei Steuerproblemen.

Wir unterscheiden zwei Arten, wie Kinder mit Euch auf Tour gehen können: Als Mitfahrer oder auf einem eigenen Board.

Kind als Mitfahrer auf dem SUP

Ab ca. vier Jahren und unter der Voraussetzung, dass das Kind sich ruhig auf dem Board verhalten kann , kann mit wasseraffinen Kindern  eine kleine Tour unter besten Paddelbedingungen (windstill, warmes Wasser und Luft) unternommen werden. Fährt ein Kind bei Euch auf dem Board mit, wählt ein Board aus, auf dem ihr einen sicheren Stand habt, wenn das Kind sich zur Seite neigt. Allround- oder Touringboards sind hierfür am besten geeignet.

Das Kind stattet Ihr mit einer ohnmachtssicheren Weste sowie den üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Sonne und Kälte aus. Bedenkt dabei, dass das Kind weniger aktiv ist als Ihr und ihm unter Umständen schneller kalt wird. Vor allem, wenn zwischendurch auch mal eine Badepause eingelegt wird.

Wo Ihr das Kind positioniert, ob vorne auf dem Board oder hinten, entscheidet ihr am besten nach einer kurzen Probefahrt. Vorne drauf habt Ihr es gut im Blick, müsst das Paddel allerdings über dem Kopf des Kindes entlangführen. Hinten drauf könnt Ihr zügiger paddeln, seid aber schneller überrascht, wenn Euer Mitfahrer sich zur Seite neigt oder gar das Brett verlässt. 

Kind auf eigenem SUP-Board

Ab ca. dem achten Lebensjahr sind Kinder in der Lage mit einem eigenen Board auf eine SUP-Tour mitzukommen. Sie müssen in der Lage sein, selbst zu schwimmen, das Paddel selbst zu halten und zu führen, um so das Board steuern zu können. Bestenfalls passt das Board zu Größe, Gewicht und Fahrkönnen des Kindes. Mit einem SUP-Board für Kinder, das schmaler und kürzer als für uns Erwachsene ist, halten Kinder gut mit, sind motiviert und mit Spaß bei einer Tour dabei. Nichts ist demotivierender als ständig  hinten dran zu hängen, weil man als Kind auf einem zu großen Allroundboard steht. Neben der passenden, wasser- und wetterangepassten Bekleidung ist eine Schwimmweste  obligatorisch.  Sorgt man mit Spiel, Spaß und einer kleinen Nascherei nun noch für Abwechslung, stellen auch längere Paddelabschnitte keine große Hürde dar. Kurzweilig wird es auch, wenn man das Kind auch einmal  schiebt oder schleppt.

Goldene Safety-Regeln

  1. Immer der Wassertemperatur angepasste Bekleidung tragen.
  2. Grundsätzlich Schwimmwesten bzw. Rettungswesten anziehen.
  3. Nur bei Bedingungen paddeln, bei denen ihr euch super komfortabel und sicher fühlt.
  4. Im Zweifel lieber an Land bleiben. Better safe than sorry!
  5. Sicherheit entsteht nicht nur durch Ausrüstung, sondern vor allem durch Können.

SUP-Tourplanung mit Kind

Neben den Basics bei der Tourenplanung wie Wetter- und Reviercheck (weitere Informationen findet Ihr in diesem Artikel), solltet Ihr die Länge mit Köpfchen  wählen. Ideal sind Touren auf denen man verschiedene Exit-Möglichkeiten hat, um bei Bedarf zu verkürzen oder zu verlängern.  Stellt Euren eigenen sportlichen Ehrgeiz an eine Tour zurück. Plant anfangs lieber kürzere Touren und steigert Euch schrittweise gemeinsam. Denn bleibt die Tour positiv in Erinnerung, ist eine weitere Tour mit Sicherheit drin. Da ausreichend Pausen für Badestopps oder kleine Naschereien zu empfehlen sind, plant Ihr mehr Zeit für die Tour ein, als Ihr es mit Erwachsenen tun würdet.

Spezialfall Bootsverkehr

Es wäre alles so schön ruhig und entspannt auf dem Wasser, wenn da nicht die anderen Nutzer wären. Und da wir als Paddler ganz am unteren Ende der Nahrungskette stehen, gibt es ein paar Dinge zu beachten, um sicher mit Kind und Kegel unterwegs zu sein.

Fahrrinnen (in der Regel markiert) sind kein Platz für Paddler. Wir dürfen diese im Höchstfall queren und dann auch nur auf der kürzesten, direkten Strecke. Das gilt auch für Fähranleger und Hafeneinfahrten. Wer sich unsicher ist, ob eine Querung machbar ist, sollte sich bei anderen Paddlern oder Bootsbesitzern nach den lokalen Begebenheiten erkundigen und im Zweifelsfall lieber einen weiten Bogen schlagen.

Bitte denkt auch daran, dass mit der Größe des Schiffes auch die Sicht und die Manövrierfähigkeit abnimmt und der Bremsweg massiv länger wird. Also auch hier viel Abstand halten. Es macht ja auch allen Beteiligten mehr Spaß, wenn man ungehindert seine Bahnen ziehen kann. Ob nun mit Motor, Segel oder Paddel.

Wo könnte es noch hingehen? Spezialfall fließende Gewässer

Touren auf Fließ-Gewässern, sprich auf Bächen und Flüssen, stellen noch einmal ganz andere Anforderungen an Paddler als das Paddeln auf Seen. Die Strömung ist hier der größte Freund aber auch der größte Feind des Paddlers. Je mehr Strömung es gibt, desto mehr Spaß macht das Tourenpaddeln auf Fließgewässern. Das Risiko steigt aber ebenso exponentiell an.

Wer also den Schritt vom See auf den Bach wagen will, der sollte sich in die kundigen Hände eines Profis begeben und sich in kleinen Schritten dem großen Abenteuer nähern. Professionelle Anbieter  wie Bavarianwaters oder Wildsouthsup nehmen Kinder ab 12 Jahren mit aufs Fließgewässer.

Welche SUP-Reviere wir Euch empfehlen können:

Unsere liebsten SUP-Touren waren die in Städten und im Spreewald. Städte bieten Abwechslung und die Möglichkeit jederzeit die Tour zu beenden. Der Spreewald ist mit seinen ruhigen Flüssen und der abwechslungsreichen Landschaft und Tierwelt einfach ideal für ein Erlebnis in der Natur. Gut sind auch Seen auf denen Ausflugsschiffe fahren, mit denen man auch wieder zurückfahren kann. Welche Reviere wir Euch empfehlen können, sind:


Raphael Kuner – Raphael ist seit vielen Jahren Paddellehrer, erfahrener Tourguide und betreibt am Schluchsee eine Wassersportstation. Als Vater von drei großen Kindern hatte er ausreichend Gelegenheit Erfahrung zum Thema zu sammeln. Inzwischen steht bei ihm schon Generation 3 in den Paddel-Startlöchern.

 

 

 

Antonia Schmidt – Antonia ist Mutter von zwei Kindern, begeisterte Stand Up Paddlerin seit 2013 und infizierte auch bald die ganze Familie mit dem Sport. Auf SUPscout teilt sie unter dem Namen SUP and family Tipps und Tricks rund ums Stand Up Paddeln mit Kindern. Mit ihrer Familie ist sie bereits viele Touren gefahren. Der jüngste Spross ist schon große Wasserratte und darf in ein paar Jahren aktiv mit aufs Board.

 

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