Blogreihe: SUP mit Hund – Teil 4

Hundeschwimmwesten

In den bisherigen Folgen unserer Blogreihe hat Yvonne von SUP mit Hund Euch erklärt, warum Ihr Stand Up Paddling mit Hund , was Ihr und Euer Vierbeiner dabei beachten müsst und welche SUP Boards sich für das Stand Up Paddling mit Hund eignenHeute geht es um die Sicherheit Eures Vierbeiners: das Thema “Hundeschwimmwesten”.

Schwimmwesten für Menschen kennt man, aber für den Hund? Viele denken jetzt spontan „mein Hund kann doch schwimmen“! Richtig, aber es kann immer zu einer Notsituation kommen und die Weste schützt den Hund. Sie kann durchaus ein lebensrettendes Hundezubehör werden. Auch schont eine Schwimmweste dank des Auftriebs die Kräfte des Hundes, so dass er es leichter hat, das rettende Ufer zu erreichen oder durch den Halter geborgen zu werden.

Auch wenn nur mal ein ungewolltes über Board Manöver stattfindet, ist es für den Menschen sehr beruhigend, wenn er weiß dass sein Hund nicht untergehen kann. Meist sind ja auch noch ein Paddel und ein Board zu sichern. Bei Hunden, die nicht gut schwimmen können, eher wasserscheu sind oder altersbedingt nicht mehr so viel Kraft haben, ist sie meiner Meinung nach unentbehrlich. Sicherheit geht vor!

Die Schwimmweste funktioniert ähnlich wie bei den Pendants für Menschen. Es ist wichtig, dass die Auftriebszellen (die Teile der Weste, wo viel auftriebsstarkes Material verwendet wird) so angebracht sind, dass der Hund nicht in Schieflage kommt und seine natürlichen Schwimmbewegungen nicht beeinträchtigt werden.

Speziell beim Wassersport mit Hund ist der Griff oben an der Weste ein wichtiges Hilfsmittel, um den Hund beim Auf- und Absteigen sowie „on Board“ sicher zu führen. Die meisten Modelle sind zudem in Signalfarben und mit Reflektoren ausgestattet, sodass der Hund auch gut für andere Wassersportler erkennbar ist.

Modell, Größe, Form sind von der Statur des Hundes abhängig.

Gemessen wird Hals-, Bauchumfang sowie Rückenlänge. Letztere ist besonders wichtig, da die Schwimmweste keinesfalls zu lang sein darf und dies leider bei vielen Exemplaren der Fall ist. Der Hund braucht den hinteren Teil des Körpers (Lendenwirbelsäule und Rutenansatz) zum Steuern. Wichtig: Der Hund soll beim Tragen nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und er muss sich mit der Weste bequem setzen können!

Unser Tipp: Da gute Westen nicht günstig sind, Fachhandel aufsuchen und vor dem Kauf ausgiebig – d.h. auch mal im Sitz und Platz –  testen. Solltet Ihr keinen Fachhandel in der Nähe haben, gibt es natürlich auch im Online-Handel eine Auswahl an Schwimmwesten. Aber auch diese solltet Ihr unbedingt testen, bevor Ihr damit aufs Board steigt.

Hier findet Ihr eine Übersicht von Hundeschwimmwesten, die wir bereits getestet haben und empfehlen können:

RUFFWEAR K9-Floatcoat NON-STOP Safe Life Jacket EzyDog Seadog JULIUS K9 - 3in1 TRIXIE NOBBY Schwimmhilfe

Die Schwimmweste kann übrigens auch gut als Ritual eingesetzt werden.  Hat der Hund erst mal den Spass am SUP entdeckt, besteht die Gefahr dass er mal schnell ohne seinen menschlichen Partner das Board aufsucht. Nicht selten muss der Besitzer dann seinem Brett mit Hund hinterherschwimmen. In unseren Kursen trainieren wir von Anfang an, dass der Hund die Schwimmweste als Signal erkennt „Jetzt  geht’s aufs Brett“. Nach dem Paddeln – wenn er sicher das Brett verlassen hat – wird die Weste dann auch gleich abgenommen.

Vorteile auf einen Blick:

  • Auftrieb und stabile Wasserlage: Hunderücken liegt gerade im Wasser => Nackenmuskulatur entspannt
  • Bergegriff für bessere Kontrolle und Sicherheit (besonders wichtig beim Wassersport!)
  • Hilfsmittel (insbesondere für wasserscheue, ältere, ängstliche, schwache, kranke, … Hunde)
  • Wärmefunktion
  • Licht & Reflektoren für Outdooraktivitäten
  • Unterschiede: Passform, Qualität, Verarbeitung, Preis, Klett-/Schnappverschluss, Auftriebskraft

So nehmt Ihr richtig Mass:

  • Rückenlänge: Maßband zwischen den Schultern Ihres Hundes platzieren und den Abstand bis zum Rutenansatz messen. Da der Hund mit seiner Rute im Wasser steuert, sollte die Schwimmweste den Rutenansatz nicht überdecken! Bei Messung im Nacken werden die Schwimmwesten zu groß sein.
  • Halsumfang: Halsumfang messen oder die Länge des Halsbandes als Orientierungshilfe zu verwenden. Es sollte noch eine Hand durchpassen!
  • Brustumfang: Den Brustumfang messt Ihr am einfachsten, wenn Ihr den größten Rippenbogen Eures Vierbeiners ins Auge fasst. Dieser liegt meistens zwei Zentimeter hinter den Vorderbeinen des Hundes.

Soweit zum Thema “Hundeschwimmwesten”. Wenn Ihr dazu noch Fragen im Speziellen oder ganz allgemein zu “SUP mit Hund” habt, postet diese gerne als Kommentar unter diesem Beitrag. Yvonne wird sie dann gerne beantworten.

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Comment (1)

  • Katja Grau Reply

    Vielen Dank für Eure informative Seite!

    27. Juni 2020 at 10:43

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