Iller - von der Fluhmühle zur Haldenmühle
Es ist Pfingstsonntag und nach einer Hochzeitsfeier gestern ist heute Sport nötig. Eigentlich sollte es in Begleitung von ein paar Kanus in Dollnstein auf die Altmühl gehen. Doch entgegen den gestrigen Verhältnissen war das Wetter am Sonntag nachmittag im Allgäu etwas besser als im nördlichen Oberbayern. Somit blieben nur meine Frau Ulli und ich übrig.
Gemütlich durch die Illerschleife
Auf der Iller waren wir noch nie und die Anfahrtszeit hält sich in Grenzen. Der Altusrieder Illerdurchbruch mit seinen bis zu 80m hohen Wänden aus Nagelfluh Konglomeratgestein ist ein imposantes Ziel. Wir starten am späten Nachmittag am Stausee Fluhmühle zwischen Legau und Altusried. Zuerst geht es gemütlich durch den Stausee bis zur Illerschleife. Da es im Allgäu wohl mehr als einen Tag regnete, nutzen wir die strömungsarmen Seiten des Flusses und alle möglichen Kehrwasser. Nach der Schleife mit den imposanten Nagelfluhwänden ist auch schon die Hängebrücke bei Fischers in Sicht.
Sightseeing auf der Hängebrücke
Nach etwas Sightseeing auf der Hängebrücke starten wir nochmals flussaufwärts. Bis kurz nach der nächsten Kehre kann man noch gut auf der Innenseite der Kehre paddeln. Dann wird die Iller sehr gerade und die Strömung ist zur Zeit auch am Ufer sehr stark. Mein Ziel, die Staustufe Wasserei streiche ich, nachdem ich nun um jeden Meter kämpfen muss. Etwa mittig zum Campingplatz Haldenmühle bei Flusskilometer 82,3 gebe ich auf und Wende. Ulli hat es auch beinahe so weit geschafft.
Völlig ausgepowert - treiben lassen
Da ich bereits ausgepowert bin, lasse ich mich nun entspannt zurücktreiben. Zeit, den Wanderern auf der Hängebrücke zu zuwinken und zu Fotografieren. Erst auf der Staustufe gilt es bei Gegenwind nochmals zu paddeln.
Meist ist die Strömung in der Innenseite der Flusskehren geringer, nach Dauerregen im Allgäu - wie bei unserer Tour - etwas für sportlich sonst sicher auch gemütlich machbar.
Startpunkt: Fluhmühle beim Altusrieder Illerdurchbruch
Endpunkt: Illerstufe Altusried 4 (Kraftwerk Wasserai), Oberwasser
Hinweise & Tipps:
Info zu Transfer zwischen Start- und Endpunkt:
Pausenmöglichkeiten:
Gefahren: Starke Strömung
Eigenschaften: Fluss
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Comments (4)
Von dem Wehr bei der Haldenmühle kommt man problemlos gegen die Strömung durch den Illerdurchbruch zur Hängebrücke. Ab hier wird es dann etwas abhängig von der Wasserlage. Bei „Normaler“ Wasserlage kommt man durchaus am Campingplatz vorbei hoch zur Fluhmühle.
Bei starker Strömung oder auch geringer Fitness kommt man vielleicht nicht ganz hoch, egal die schönste Strecke ist eh die zwischen Hängebrücke und Vogelschutzgebiet.
Für uns war die Tour super, den Einsatz von zwei Autos (eins oben eins unten) hätten wir uns sparen können. 😉
Hi Andreas, Du hast glaub ich die beiden Mühlen verwechselt: Das Wehr ist bei der Fluhmühle, dann fährt man Iller-Aufwärts zur Hängebrücke und dann noch weiter oben kommt der Campingplatz Haldenmühle, Sorry, ich weiß sowas nennt man im Allgäu “Gscheithaferl” 🙂
Ich bin die Strecke letzte Woche, am 17. August 2019 gefahren. Das Wasser bei der Einstiegstelle Fluhmühle war leider sehr schmutzig, etwa 100m Fluß-Aufwärts wird’s dann deutlich besser. Die Strömung war bis zu der Kurve hinter der Hängebrücke ganz leicht, hat viel Spaß gemacht bis hierher, dann das letzte Stück bis zur Haldenmühle wurde die Strömung immer mehr und ich hab’s nur mit allerletzter Kraft zum Campingplatz Haldenmühle geschafft. Wär noch wichtig zu wissen: der Campingplatz ist ein FKK-Platz!!! Ich durfte aber ausnahmsweise meinen NEOPREN-Anzug anlassen. 🙂
Wir ließen uns heute nur flussabwärts treiben. Stiegen nach dem Wehr an der Fischtreppe ein. Sehr leicht und gemütlich ging es weiter. Je nach Wind war beim Vogelschutzgebiet ordentlich Paddelschlag angesagt. 90min später erreichten wir das 2.Wehr. Es sollte danach noch gutes Paddeln möglich sein, allerdings stand dort das Fahrrad für den Transport zum Auto.
Nach einem Kaffee beim Museum Lautrach legten wir uns dort bei der alten Illerbrücke nochmals in den Fluss.