Lake Ohrid SUP Crossing 2023: ein SUP Langstrecken Abenteuer auf Europas ältestem See

Das Lake Ohrid SUP Crossing 2023 hat Ende Juli erneut Abenteuerlustige und Wassersportbegeisterte aus der ganzen Welt nach Nordmazedonien gerufen. Das jährliche Event findet nun schon zum dritten Mal auf dem beeindruckenden Ohridsee statt.

Der Ohridsee, einer der ältesten und tiefsten Seen Europas, liegt zwischen Nordmazedonien und Albanien. Er bietet eine atemberaubende Kulisse für das SUP Crossing-Event, bei dem sich dieses Jahr über 100 Teilnehmer auf das SUP wagen, um den See auf 26 km Distanz von Süd nach Nord zu überqueren. Die Veranstaltung bringt sowohl professionelle SUP-Athleten als auch Amateure und Enthusiasten zusammen, die eine Leidenschaft für Abenteuer und Wassersport teilen.

Herausforderung und Aufregung:

Das Lake Ohrid SUP Crossing ist weit mehr als nur ein Rennen. Es ist eine Herausforderung, die körperliche Ausdauer, Geschicklichkeit und mentale Stärke erfordert. Wind und Wellen können bei dem relativ großen Ohrid See schnell zur Herausforderung werden. Die Strecke kann je nach den Bedingungen des Jahres variieren.

Sicherheit steht an erster Stelle

Während das Lake Ohrid SUP Crossing zweifellos aufregend ist, steht die Sicherheit der Teilnehmer stets an erster Stelle. Der Veranstalter , der Paddle Klub Mazedonien sorgt während der Veranstaltung für angemessene Sicherheitsvorkehrungen. Leashes sind obligatorisch und die Wasserwacht mit Booten stehen bereit, um im Falle von Problemen zu helfen und die Teilnehmer zu unterstützen. An den Pausenpunkte werden Getränke gereicht.

Ein Blick in die Zukunft

Das Lake Ohrid SUP Crossing hat sich zu einem bedeutenden Ereignis für die SUP Community auf dem Balkan entwickelt und zieht Jahr für Jahr mehr Aufmerksamkeit auf sich. Es ist ein Beispiel für die Verbindung von Abenteuer, Sport, Natur und Kultur.


SUPscout ist beim Lake Ohrid SUP Crossing 2023 mit dabei

Schon beim ersten LOSC wollten wir dabei sein, aber irgendwie hat es nicht geklappt. Diesmal, bei der dritten Ausgabe gilt es! Wir wollen die 26 km von Süd nach Nord auf dem Ohrid See paddeln, vom Kloster Naum, direkt an der albanischen Grenze bis zum touristischen Zentrum der Region, der kleinen Provinzstadt Ohrid. Es wird ein Rennen (21 km) und eine SUP-Tour (26 km) geben. Wir SUPscouts, Jutta und Andreas sind ja nicht so die Racer, also melden wir uns für die 26 km SUP-Tour an. Ende Dezember 22 sind die Flüge gebucht und die Unterkunft rausgesucht. Dann heißt es trainieren. 26 km Distanz haben wir noch nie gepaddelt. Unsere Touren sind immer so zwischen 8 bis 12 km.

Das Abenteuer LOSC 23 beginnt

Am Mittwoch, 19.07. fliegen wir von Memmingen mit WizzAir direkt nach Ohrid. Heißt: 4:30 Uhr aufstehen, die beiden gepackten Boardbags mit den zwei ULTRA Light SUP von Lite Venture ins Auto packen. Um 5:05 Uhr sitzen wir im Auto und fahren in gut einer Stunde nach Memmingen. Der Zug wäre uns lieber gewesen, aber durch die Fahrzeiten schlicht nicht machbar. Check-In verläuft nahezu reibungslos. Lediglich bei dem Boardbag mit den Paddeln dran wittert der WizzAir Mitarbeiter ein Geschäft und nölt etwas von „Sportgepäck“, „Aufpreis“, „Mimimi“. Da Kleidung im Bag ist, einigen wir uns auf Sperrgepäck, also ist das Boardbag natürlich ein normaler Koffer. Na, geht doch.

Ok, unser Abflug verzögert sich um 2 Stunden, da der Flieger beim Landeanflug nach Memmingen einen Vogelschlag hatte. Kurzzeitig stand der ganze Trip auf der Kippe. Nach einem technischen Check kommt das „Go“, wir dürfen an Board. Noch einmal kurze Verzögerung: aufgrund der Gewitter über Österreich gibt es kaum frei Slots bei den Überflügen.

Egal! Gegen 13 Uhr landen wir in Ohrid. Unsere Boardbags sind mitgeflogen. Puh! Endlich ist unsere Teilnahme am LOSC23 gesichert. Vor dem Flughafen werden wir sofort von unserem Vermieter aufgesammelt. „Ich habe Euch an den Boardbags und den Paddeln unter all den Fluggästen erkannt“.

Hochsommer auf 700 m Höhe

Im Appartement, welches direkt am See liegt, angekommen gibt es erstmal eine kurze Siesta. Draußen hat es 35°C, da willst nicht in der prallen Sonne brutzeln. Und die Klimaanlage liefert auch sehr überzeugende Argumente, das Appartement aktuell nicht zu verlassen.

Nachmittags erkunden wir Ohrid. In der Markthalle ist kaum was los und wie leer die Promenade und die Straßen sind. Klar, die liegen alle schachmatt in ihren vollklimatisierten Hotelzimmern und Appartements. Sind wir doof. Manch eines der Thermometer zeigt mittlerweile 37°C.

Ohrid – die unbekannte Perle des Balkans

In Ohrid gibt es am See drei Stadtteile: im Süden der neue Stadtteil mit seinen Hotels, Pensionen und Appartement Häusern. Hier wohnen wir bei Bogdanowski Studios. Dann kommt ein Häuserblock über 3 Straßenzüge, quasi eine Demarkationslinie mit teils verfallenden Bauten aus der Zeit Jugoslawiens. Wir nennen ihn den „Ostblock“. Im Norden anschließend ist dann der osmanisch geprägte Stadtteil der Altstadt. Hier gibt es Cafés, kleine Läden, Restaurants, Wechselstuben, Bäckereien, Kirchen und Moscheen. Alles reiht sich entlang der hübschen Fußgängerzone.

Die Mazedonier sind sehr freundlich, es findet sich immer jemand der Deutsch oder Englisch kann. Uns wird immer sofort geholfen.

Abends füllen sich die Gassen und die Fußgängerzone merklich. Ohrid ist ein Schmelztiegel zwischen Orient und Okzident.

Wir erkunden in den nächsten zwei Tagen zu Fuß Ohrid, fahren am Freitagmittag mit dem Bus in den Süden zum Kloster Naum. In der Früh, gleich nach dem Aufstehen paddeln wir jeweils entspannte 4-5 km Runden auf dem spiegelglatten See. Am Freitagabend treffen wir dann bei der LOSC23 Trikot Ausgabe die ersten anderen Teilnehmer. Ein alter Mazedonier trägt an der Strandpromenade ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Winners never quit – Quitters never win“ – ist das ein Omen? Auf jeden Fall wird der Spruch unser Motto für die Seequerung.

Samstag, 22.07. – das Lake Ohrid SUP Crossing

Der Wecker klingelt ganz unromantisch um 4:30 Uhr. Um kurz nach 5 Uhr holt uns ein Bus ab und fährt die knapp 30 km auf kleiner Landstraße in den Süden vom Ohrid See zum Kloster Naum. Die Wiese vor dem Kloster ist um 6 Uhr schon voller Boards und Paddler. Eine kleine morgentliche Yoga-Session vertreibt die letzte Müdigkeit. Für die Racer gibt es eine kurze Einweisung, dann startet schon das Rennen um Punkt 7:00 Uhr mit den Glocken des Klosters. Wir starten mit gut 100 anderen Teilnehmern knapp 20 Minuten später. Die Luft hat mittlerweile schon 22°C. Es geht immer entlang des Ostufers. Guides begleiten die Teilnehmer. Manche Guides paddeln vorneweg, andere spielen die Nachhut. Alle 2 bis 3 Kilometer wird eine kurze Rast eingelegt, damit alle Paddler wieder zusammenkommen.

Wir sind meistens in der vorderen Gruppe dabei. Die Küste ist auf den ersten Kilometern flach. Im Hintergrund die über 2.000 m hohen Berge des Südbalkans. Der darauf folgende Abschnitt ist weitestgehend menschenleer und Steilküste. Die bewaldeten Hänge bieten direkt am Ufer willkommenen Schatten.

Nach 12 km wird dann eine längere Pause gemacht. Auch wir hüpfen in das glasklare, fischreiche Wasser des Ohrid Sees. Was für eine Erfrischung.

Ab jetzt wird es merklich heißer. Die Hänge der Berge rücken etwas vom See ab und geben Platz für Wohnbebauung, Hotels, Campingplätze und Badestrände. Am Ufer ist der Nachbau einer alten Pfahlbausiedlung, darüber thronen die Reste einer römischen Siedlung.

Bei den einzelnen Abschnitten zwischen den Pausenpunkte zieht sich nun das Feld der SUP’ler merklich auseinander. Eine letzte Pause wird nach knapp 22 km auf dem Wasser und gut 3 km vor dem Ziel gemacht. Jetzt nur noch ums Eck rum und in die Bucht von Ohrid paddeln.
Tjoa, wäre schön gewesen. Aber jetzt ist er da, der prognostizierte Westwind. Er ist warm, nein heiß, wird binnen Minuten kräftiger und er bringt auch noch fette Wellen mit. Also Wind und Wellen voll von der linken Seite, bzw. etwas später aus 45° von links hinten. Ja, die Arme sind langsam müde und nun muss man auch die ganze Zeit auf der rechten Seite paddeln. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel sind dann Wind und Wellen zu viel für uns zum stehend paddeln. Und so erreichen wir den Strand von Ohrid knieend. Lediglich fürs Zielfoto stehen wir mit wackeligen Beinen noch einmal auf.

Sieger – 26 km Seequerung geschafft

Was ist das für ein Gefühl, wenn man seine persönlichen Grenzen ausgelotet und verschoben hat. Wir nehmen mit einem fetten Grinsen die wunderschöne Emailmedaille, die jeder Finisher bekommt in Empfang. Wir haben – mit Pausen – für das Lake Ohrid SUP Crossing über die 26 km gute 7 Stunden benötigt. Bei der Ankunft zeigt das Thermometer 36°C und der heiße Westwind bringt leider keine Abkühlung. Die schnellsten Racer haben ihre 21 km Strecke übrigens in 2:29 h bewältigt.

Lake Ohrid SUP Crossing 2024 – wir kommen wieder!


Ein paar Worte zu unseren Boards – ULTRA Light von Lite Venture SUP

Die beiden ULTRA Light SUP von Lite Venture SUP haben uns auch beim LOSC23 wieder einmal voll überzeugt. Sie laufen schön flott und spurtreu. Das breite Heck bringt eine signifikant gute Stabilität. Das haben wir auf den letzte 2-3 Kilometern deutlich gemerkt. Während andere Teilnehmer auf Boards anderer Marken schnell aus dem Stand runter mussten, haben wir dank der genialen Wasserlage der ULTRA Light deutlich länger Stehvermögen gehabt.

Der Boardbag der ULTRA Lights ist – in unseren Augen – der ideale Bag für Bahn oder Flugreisen. Das Rucksack-Tragesystem ist sehr angenehm auf dem Rücken. Die Boardbags sind zudem wasserdicht. Das hat sich als vorteilhaft bei unserer Ankunft im Wolkenbruch in Memmingen erwiesen. Da war manch Koffer ziemlich nass, unsere Boardbags dagegen innen schön trocken.

Die 3-Teiligen Powertrack Paddel von Lite Venture sind super beim Reisen und vor allem noch besser beim Paddeln. Man hat ein sehr gutes „Wassergefühl“ und sie ermöglichen ein ermüdungsfreies Paddeln.

Boards und Paddel wurden uns von Lite Venture für unser Reise zum Lake Ohrid SUP Crossing zur Verfügung gestellt.

Ihr wollt mehr über die ULTRA Light wissen? Dann schaut mal bei Lite Venture SUP! (*)

Comment (1)

  • FerienWoche
    FerienWoche Reply

    Hallöli,
    Tolles Video und Bericht,da hat man doch gleich Lust da selbst dran teil zu nehmen.
    Ihr habt ja sicher eure Boards als Gepäck aufgegeben, nur is es ja so, dass das nicht unbedingt pfleglich behandelt wird im Flieger….is denn alles ganz geblieben?

    27. August 2023 at 9:37

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